| << Die Berufung (4. Teil) | Wort für den 12.10.2003 |
| Die Berufung (5. Teil) Thomas Gebhardt | Inhaltsverzeichnis | Drucken | |
Lukas 19:5
Und als Jesus kam an dieselbige Stätte, sah er auf, und ward sein gewahr,
und sprach zu ihm: "Zachäus, steig eilend hernieder, denn ich muß
heute zu deinem Hause einkehren."
Berufung ist ein wunderbarer und liebevoller Ruf
Nun mag Dir das eben gesagte sehr hart vorkommen, aber was diese Worte der Gnade hart machen in Deinen Ohren ist Dein unbeugsames altes, hartes Herz. Hast Du die rechte Einstellung in Deinem Herzen, dann sind Dir die Worte liebevoll und herrlich, denn sie bringen Dich weg von der verhassten Sünde, von dem Fluch, der über Deinem Leben liegt. Diese Worte bringen Dich Gott nahe! Diese Worte zeigen Dir doch, welch großes Interesse Gott an Dir hat! JESUS sagt zu Zachäus: "Ich muss heute in deinem Hause einkehren!"
Meine lieben Freunde, bedenkt doch was JESUS, unserem Herrn, diese Aktion kostete. ER, der König aller Könige, setzte Seinen guten Ruf aufs Spiel. Im Gefolge Jesu und an den Straßen standen Menschen, die von Zachäus ihres Geldes beraubt wurden, vors Gericht gezerrt wurden, ihr Letztes diesem Zolleintreiber geben mussten und diese hörten wie der Herr JESUS sagt: "Heute muss ich in deinem Hause einkehren." Nicht nur dass Jesus mit diesem Zöllner, mit diesem Sünder, sprach, nein, ER wollte auch in seinem Hause einkehren. Für sie war dieser Gedanke unerträglich und so murrten die Juden über Jesus, als ER bei dem Sünder einkehren wollte. Sie murrten aus zwei Gründen, ein Grund war, dass JESUS nicht zu ihnen gekommen war und der zweite Grund war, dass JESUS zu diesem Zöllner, diesem Sünder, kommen wollte!
Aber warum rief Jesus nicht die vielen anderen? Warum blieb Er gerade bei Zachäus stehen? JESUS sah, dass Zachäus Hilfe brauchte und auch bereit war Hilfe anzunehmen. Meine lieben Freunde, sagt mir nicht Ihr benötigt keine Hilfe. Aber viele von Euch sind zu stolz Hilfe anzunehmen. Ihr verkennt Eure Situation vollkommen. Ihr denkt Ihr könnt es schon irgendwie schaffen. Wenn Ihr, meine Lieben, es doch sehen könntet; Ihr könnt den ganzen Tag Buße tun, Euch täglich taufen lassen, täglich nach dem Heiligen Geist streben, in der irrigen Meinung, dass sich dadurch Euer Leben ändert, Eure Not gelindert wird, Ihr bessere Menschen werdet; aber was Ihr auch tut solange Ihr der Meinung seid, dass irgendeine Handlung, eine Zeremonie, etwas, was Ihr zu tun vermögt, Euch rettet, werdet Ihr nie die Gnade erleben gerettet zu werden!
Lies doch was Gottes Wort schreibt:
Zusammenstellung der Berichte
aus: Matthäus 19:16-26; Markus 10:17-27; Lukas 18:18-27
Und da Jesus hinausgegangen war auf den Weg, lief ein sehr junger Oberster der
Juden herzu, kniete vor ihm nieder und fragte ihn: "Guter Meister, was
muß ich tun, daß ich das ewige Leben ererbe?" Jesus aber sprach
zu ihm: Was heißest du mich gut? Niemand ist gut denn der einige Gott.
Willst du aber zum Leben eingehen, so halte die Gebote. Da sprach er zu ihm:
Welche? Jesus aber sprach, du weißt die Gebote wohl: "Du sollst nicht
töten; du sollst nicht ehebrechen; du sollst nicht stehlen; du sollst nicht
falsch Zeugnis geben; ehre Vater und Mutter" und: "Du sollst deinen
Nächsten lieben wie dich selbst." Da sprach der junge Oberste der
Juden zu ihm: "Meister, das habe ich alles gehalten von meiner Jugend auf; was
fehlt mir noch?" Und Jesus sah ihn an und liebte ihn und sprach zu ihm:
"Es fehlt
dir noch eins. Willst du vollkommen sein, so gehe hin, verkaufe, was du hast,
und gib’s den Armen, so wirst du einen Schatz im Himmel haben; und komm,
folge mir nach und nimm das Kreuz auf dich!" Da er aber das hörte, ward
er unmutig über die Rede und ging traurig und betrübt von Jesus; denn
er war sehr reich und hatte viele Güter. Und Jesus sah um sich und sprach
zu seinen Jüngern: "Wie schwer werden die Reichen in das Reich Gottes kommen!"
Die Jünger aber entsetzten sich über seine Rede. Aber Jesus antwortete
wiederum und sprach zu ihnen: "Liebe Kinder, wie schwer ist’s, daß
die, so ihr Vertrauen auf Reichtum setzen, ins Reich Gottes kommen! Es ist leichter,
daß ein Kamel durch ein Nadelöhr gehe, denn daß ein Reicher
ins Reich Gottes komme." Sie entsetzten sich aber noch viel mehr und sprachen
untereinander: Wer kann denn selig werden? Jesus aber sah sie an und sprach:
"Bei den Menschen ist’s unmöglich, aber nicht bei Gott; denn alle
Dinge sind möglich bei Gott."
Die Menschen streiten sich heute was wohl mit dem Nadelöhr gemeint ist, eine kleine Tür in der Stadtmauer Jerusalems oder ein Nadelöhr in einer Stopfnadel. Auch das zeigt, dass die meisten Menschen so weit weg von Gott sind selbst wenn sie Theologieprofessoren oder Doktoren der Theologie sind. Streiten sich um eine Nebensächlichkeit und die Hauptsache sehen sie nicht! Lasst uns doch diese Begebenheit genau betrachten. Da ist der Mensch, der die Frage stellt: "Was muss ich tun, dass ich das ewige Leben ererbe?" Dann hören wir die Antwort, die JESUS gibt. Auf das, was Jesus sagt, antwortet dieser junge Oberste der Juden: "Ich habe alles gehalten von meiner Jugend an." Diese Antwort veranlasste JESUS diesen Mann zu lieben. Aber, obwohl Jesus diesen Mann liebte, sagt Er: „…eines fehlt dir!“
Meine Lieben, wenn Ihr mich doch verstehen könntet, wenn Du ehrlich bist, wird Dir immer etwas fehlen, alles andere ist reiner Selbstbetrug. Selbst wenn Du spüren und erfahren solltest, dass Dich Jesus liebt, selbst dann wird Dir etwas fehlen! Warum sind heute so viele Menschen, die von Jesus geliebt werden und die so freundlich sind, die die Gebote und Verordnungen Gottes halten, so traurig, so betrübt, ja, werden vielleicht sogar "unmutig" über Gottes Wort, bestimmt auch über diese Botschaft? Warum, warum, warum? Ich sehe doch wie traurig manche in den Versammlungen sitzen, ich sehe doch wie manche sich abmühen und wenn Du genau hinschaust, kannst Du es auch sehen.
Ich kann die evangelischen sehen, Ihr freut Euch, dass Ihr Buße getan habt. Ja, Ihr spürt sogar wie der Herr Euch liebt. Und es ist wirklich so, der Herr liebt Euch und trotzdem merkt Ihr irgendwie, "...eines fehlt mir noch". Ihr Baptisten habt Euch taufen lassen, Ihr merkt wie der Herr Euch dafür liebt und trotzdem merkt Ihr, " ...eines fehlt mir noch". Ihr Pfingstler, trotz Eurer Bemühung und dem Spüren der Liebe Gottes merkt Ihr, "...eines fehlt mir noch". Ihr Lieben, immer wird Euch etwas fehlen!
Kannst Du das Entsetzen der Jünger des Herrn Jesus erkennen: "Die Jünger aber entsetzten sich über seine Rede." Aber Jesus spricht weiter: "Liebe Kinder, wie schwer ist’s, dass die, so ihr Vertrauen auf Reichtum setzen, ins Reich Gottes kommen! Es ist leichter, dass ein Kamel durch ein Nadelöhr gehe, denn dass ein Reicher ins Reich Gottes komme." Aber diese Worte brachten die Jünger an den Rand der Verzweiflung. Die Bibel sagt: "Sie entsetzten sich aber noch viel mehr und sprachen untereinander: Wer kann denn selig werden?" Und hier sind wir wieder bei der eigentlichen Frage des Mannes der zu Jesus kam! Was muss ich tun um errettet zu werden? Wer kann denn selig werden, fragen die Jünger.
Brüder, Freunde, Glaubensgeschwister und all die, die Ihr auf der Suche seid, ob es Euch gefällt oder nicht, die Bibel sagt: "Bei den Menschen ist’s unmöglich!" Es ist egal was Dir noch fehlt - eines wird Dir immer fehlen um gerettet zu werden! Und das Schlimme daran ist, gerade wenn Du zu Jesus kommst und die Liebe Jesu spürst, wirst Du, vom Herrn Jesus selber, zur Erkenntnis gebracht werden, dass Dir noch etwas fehlt um gerettet zu werden!
Aber wie wunderbar ist es, wenn wir Gottes Wort kennen. Diese Aussage des Herrn: "Bei den Menschen ist’s unmöglich", ist nicht das Ende Seiner Rede über die Errettung, sondern JESUS spricht weiter: "...aber nicht bei Gott; denn alle Dinge sind möglich bei Gott!" AMEN! AMEN! Preis und Dank, bei Gott sind alle Dinge möglich! Die Frage, die Du stellen musst, wenn Du gerettet werden willst, ist, was tut Gott. Herr, was kannst Du für mich tun - Herr, was hast Du für mich getan? In den Lektionen über Errettung lasst uns mehr darüber hören.
Was tat denn Gott bei Zachäus? Ja, Zachäus wollte sehen wer Jesus ist, so steht es geschrieben. Aber er war ein Sünder, ein Betrüger, hatte sich nicht um die Gesetze Gottes gekümmert. Nie hatte er gefragt was recht war, den Leuten das Letzte abgenommen um in seine eigene Tasche zu wirtschaften. War reich und wohlhabend dadurch geworden. Er hatte nie Buße getan. Wäre er zu Johannes den Täufer gekommen um sich taufen zu lassen, hätte ihn dieser wahrscheinlich wieder nach Hause geschickt, damit er sein Leben in Ordnung bringe. Was hätte dieser junge Oberste der Juden, von dem wir gehört haben, gesagt, hätte er jetzt gesehen, was Jesus tat. Dieser Zachäus war reich! Einer der Fälle die kaum Eingang in den Himmel finden. Aber schau, Jesus bleibt unter seinem Baum stehen!
Warum handelte Jesus so? Meine Lieben, Er handelte so, weil Er dem Sünder, dem Zachäus, mit wunderbarem himmlischen Ruf rufen wollte! Jesus bleibt auch bei Dir stehen, weil Er Dich mit diesem wunderbaren, liebevollen Ruf rufen möchte. Einen Ruf, der wirklich zu erretten vermag! Du ließt diese Botschaft nur, weil Jesus Dir jetzt nahe ist und Dir begegnen, Dich erretten will. Warum sonst solltest Du dir diese Mühe machen diese Worte zu lesen. JESUS sagt: Sünder, ich bin nicht gekommen um vor Deinem Haus stehen zu bleiben, um bis zu Deiner Türschwelle zu kommen. Ich will nicht nur zu Deinem Fenster hineinschauen, nein, ich, der Sohn Gottes, will in Dein Haus kommen.
Und was war das für ein schreckliches Haus. Es war ein Ort, wo betrogen und gelogen wurde, wo Menschen um ihr letztes Habe gebracht wurden, wo so mancher Schrei um Gnade von den Betrogenen zum Himmel aufstieg; eine Räuberhöhle, ein Sündenpfuhl, in dem es keine Gnade gab. Ich schreibe das so, damit Du verstehst, was da vorgegangen ist, was es bedeutete für Jesus, für Zachäus und für alle diejenigen, die diese Begebenheit erlebten. Könnte Dein Haus schlimmer aussehen?
JESUS ist da! Er steht unter dem Baum von Zachäus. Er steht vor Dir, jetzt, gerade in diesen Momenten steht Er vor Dir. Er sagt: "...ich muss heute zu deinem Hause einkehren!" Weißt Du, man kann an dem, wie jemand etwas sagt, erkennen, was dieser meint. Zachäus erkannte, und Du sollst erkennen, welche Liebe und Zuneigung in dieser Handlung des Herrn Jesus liegt, als Er sagt: "Ich will in Dein Haus kommen!" Er will kommen um Dir einen Segen zu geben. Er will kommen um Dich zu erretten.
Sünder, siehe doch wie liebevoll mein Meister, JESUS, ist! Er will in Dein Haus kommen. Sag mir, was für ein Haus hast Du? Ein Haus, das Du unglücklich gemacht hast, weil Du ein Säufer, ein Süchtiger bist? Ein Haus, indem Fluchen, Betrügen und Schwören an der Tagesordnung sind? Ein Haus, welches unglücklich geworden ist, weil Du streitsüchtig, jähzornig, selbstherrlich bist? Ein Haus, das Du mit Unzucht und Unreinigkeit befleckt hast, sogar ein schlechtes Gewerbe in ihm betrieben hast? Ein Haus was nicht nach Gott fragt?
In was für eine Räuberhöhle begab sich Jesus als Er zu Zachäus kam! JESUS sagt: "Ich will heute in Dein Haus kommen." Mein Gott ist ein Gott, der die Kranken heilen will, der zu den Verlorenen gekommen ist. Sünder, Deine Krankheit ist die Sünde, Du bist verloren! Aber mein Gott kommt zu Dir, JESUS kommt zu Dir, um Dich zu rufen! Mein Gott ist ein Gott, welcher zu uns kommt, welcher bei Seinem Volk lebt. Er liebt alle die, die Er gerufen hat. Sünder, auch wenn Du in den schmutzigsten Höhlen dieser Welt wohnst, Jesus sagt Dir: "...eile und steig herab, denn heute muss ich in dein Haus einkehren." Zachäus eilte und Du? Erkennst Du die wunderbare vergebende Liebe Gottes, welcher Dich mit liebevollem, heiligen Ruf ruft?
In Jesu Liebe! Bruder Thomas Gebhardt (lasst uns morgen diese wunderbare Begebenheit weiter betrachten)
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